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1916: Krönung Kaiser Karl I. zum ungarischen König IV. Károly »
30. Dezember 1916
Am Samstag, dem 30. Dezember 1916 ließ sich der österreichische Kaiser Karl I. in Budapest zum
apostolischen König von Ungarn krönen. Mit dem Tod von Kaiser Franz Joseph am 21. November 1916
war Karl ex lege Kaiser und König von Österreich-Ungarn geworden. Einer formellen Thronbesteigung
bedurfte es in Österreich nicht; Ungarn legte aber großen Wert auf die historische Krönungszeremonie,
mit der der Eid auf die ungarische Verfassung verbunden war.
Die Krönung fand im Beisein von Karls Frau Zita (geb. Zita von Bourbon-Parma, mit Karl seit
21. Oktober 1911 verheiratet) und seiner Kinder (u.a. Otto, geb. 1912) auf dem Krönungshügel
am Georgsplatz statt.
Zeitungen:
28.12.1916: Kronen Zeitung, S.1, 5-7;
28.12.1916: Das Interessante Blatt, S.2-4;
29.12.1916: Kronen Zeitung, S.1, 6-7;
29.12.1916: Kleine Volkszeitung, S. 5-6;
30.12.1916: Kleine Volkszeitung, S. 6-7;
30.12.1916: Wiener Zeitung, S.16;
30.12.1916: Reichspost, Abendausgabe, S.1-2;
31.12.1916: Kleine Volkszeitung, S.5-7;
02.01.1917: Kronen Zeitung, S.1,2;
02.01.1917: Extrablatt, S.1,5,7,9;
03.01.1917: Extrablatt, S.3;
04.01.1917: Das Interessante Blatt, S.1, 4-5 (1x komplett, 1 x unkomplett);
07.01.1917: Wiener Bilder, S.1, 4-9 (1 x komplett, 1 x restauriert);
18.01.1917: Das Neueste im Bild, S.1, 12.
Zusätzlich vorhanden ist eine Faksimile-Produktion in Größe A3 und A4::
Pressespiegel, Krönung Kaiser Karl I. zum ungarischen König IV. Károly,
53 Seiten, Preis EUR 65,00:
Zeitungen:
28.12.1916: Kronen Zeitung, S.1, 5-7;
28.12.1916: Das Interessante Blatt, S.1-4;
29.12.1916: Kronen Zeitung, S.1, 6-7;
29.12.1916: Kleine Volkszeitung, S.1, 5-6;
30.12.1916: Kleine Volkszeitung, S.1, 6-7;
30.12.1916: Wiener Zeitung, S.16;
30.12.1916: Reichspost, Abendausgabe, S.1-2;
31.12.1916: Kleine Volkszeitung, S.1, 5-7;
31.12.1916: Reichspost, S.1, 4-6;
31.12.1916: Presse, S.1-2, 4-7;
02.01.1917: Kronen Zeitung, S. 1-2;
02.01.1917: Extrablatt, S. 1,5,7,9;
02.01.1917: Reichspost, S. 1, 6;
03.01.1917: Extrablatt, S. 1, 3;
03.01.1917: Kronen Zeitung (Titelblatt), S. 1;
04.01.1917: Das Interessante Blatt, S. 1, 4-5;
07.01.1917: Wiener Bilder, S. 1, 4-9;
18.01.1917: Das Neueste im Bild, S. 1, 12.
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1941: Japanischer Angriff auf Pearl Harbor »
07. Dezember 1941
In den Morgenstunden des 7. Dezember 1941 flogen die Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte
mit etwa 200 Maschinen einen Überraschungsangriff auf die in Pearl Harbor auf Hawaii vor Anker liegende
Pazifikflotte der Vereinigten Staaten. Durch den Angriff ohne vorherige Kriegserklärung wurde ein
Großteil der amerikanischen Schlachtflotte ausgeschaltet, wodurch die japanische Flotte für mehrere
Monate die absolute Überlegenheit im Pazifikraum besaß. Allerdings wurden dabei weder die Flugzeugträger
der Pazifikflotte noch die Treibstoffdepots entscheidend getroffen, was den Erfolg relativierte.
Gleichzeitig mit dem Angriff begann die japanische Offensive gegen die britischen und niederländischen
Kolonien in Südostasien, womit sich der Krieg in Europa zu einem global geführten Weltkrieg ausweitete.
Zeitungen:
08.12.1941 Völkischer Beobachter, S.1;
08.12.1941 St. Louis Star-Times, S.1-3, 6-8, 20-21 (Nachdruck);
09.12.1941 Völkischer Beobachter, S.1-3;
09.12.1941 Das Kleine Blatt, S.1-4;
09.12.1941 Das kleine Volksblatt, S.1-4;
09.12.1941 Das Neue Wiener Tagblatt, S.1-3.
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1950: Karl Renner stirbt in Wien »
31. Dezember 1950
Am Silvestertag des Jahres 1950, einem Sonntag, stirbt in Wien Bundespräsident
Dr. Karl Renner an den Folgen eines Schlaganfalles.
Der am 14. Dezember 1870 in Untertannowitz, Mähren, geborene sozialdemokratische Politiker und Jurist war von 1918 bis
1920 als Staatskanzler wesentlich am Entstehen der Ersten Republik beteiligt und war auch Leiter der österreichischen
Delegation bei den Friedensverhandlungen von Saint-Germain. 1920 bis 1934 war Renner Nationalratsabgeordneter und 1931-33
erster Nationalratspräsident. Als nach dem Zweiten Weltkrieg Österreich als unabhängiger Staat wiedererrichtet wurde,
war er als Chef der provisorischen Regierung erneut einer der Hauptakteure. Von 1945 bis 1950 amtierte er als
Bundespräsident.
Zeitungen:
01.01.1951 Wiener Zeitung, Extraausgabe II, S. 1-4 (7x);
02.01.1951 Linzer Tagblatt, Titelblatt, S. 1-2;
03.01.1951 Neues Österreich, S. 1-3;
03.01.1951 Arbeiter Zeitung, S. 1-3;
06.01.1951 Große Österreich-Illustrierte, S.1.
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1975: OPEC-Überfall in Wien »
21./22. Dezember 1975 Am 21. Dezember 1975, einem Sonntag, überfiel ein sechsköpfiges
Terrorkommando um 11:45 Uhr das OPEC-Hauptquartier (damals am Dr. Karl Lueger-Ring) und nahm mehrere
arabische Erdölminister und deren Mitarbeiter gefangen, insgesamt waren dies 62 Personen. Ein
österreichischer Kriminalbeamter, ein irakischer Sicherheitsmann und der libysche Delegierte Jusuf al-Azmarly
wurden getötet.
Am nächsten Morgen verließen die TerroristInnen mit 33 Geiseln Österreich auf dem Luftweg (die österreichische
Bundesregierung hatte einem freien Abzug des Terrorkommandos nur unter der Bedingung zugestimmt, dass alle gefangenen
Österreicher und in Österreich lebenden OPEC-Mitarbeiter freigelassen werden). Die zur Verfügung gestellte Maschine der
Austrian Airlines brachte Täter und Opfer nach Algier und weiter nach Tripolis (Libyen), wo letztlich alle Geiseln
freigelassen wurden.
Anführer der sich selbst als Arm der arabischen Revolution bezeichnenden Gruppe war Ilich Ramirez Sanchez, der auch als
Carlos, der Schakal bekannt war. Als Drahtzieher hinter dem Überfall wird Libyen vermutet, was allerdings nicht bewiesen
ist. Ramirez Sanchez (geb. 1949) verbüßt in Frankreich wegen zweier anderer Morde eine lebenslange Haftstrafe und hat
angekündigt, seine Strafverteidigerin heiraten zu wollen.
Zeitungen:
22.12.75 Kronen Zeitung, S. 1-9 (2x komplett, 2x unkomplett);
22.12.75 Kurier, S. 1-5;
23.12.75 Kronen Zeitung, S. 1-11;
23.12.75 Die Presse, S.1-3;
23.12.75 Kurier Extraausgabe, S. 1-4.
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1980: John Lennon in New York ermordet »
8. Dezember 1980
Am Montag, den 8. Dezember 1980, gegen 23 Uhr Ortszeit, wurde in New York der
britische Komponist, Sänger und Gitarrist John Lennon durch sieben Revolverschüsse getötet. Täter war der
damals 25jährige geistig verwirrte David Mark Chapman, der für seine Tat noch immer in Haft ist.
Der am 9. Oktober 1940 in Liverpool geborene Lennon war Gründungsmitglied der legendären Popband "The Beatles" und
gemeinsam mit Paul McCartney einer der erfolgreichsten Songwriter des 20. Jahrhunderts. Er hinterließ Ehefrau Yoko Ono
und die Söhne Julian (geb. 1963) und Sean (geb. 1975).
Zeitungen:
10.12.1980: Kurier, S.1, 5 (2x);
10.12.1980: Neues Volksblatt, S.1, 4;
10.12.1980: Kronen Zeitung (2x, 3x unvollständig);
11.12.1980: Kronen Zeitung, S.1, S.4-5 (verkauft!).
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1984: Brutaler Polizeieinsatz gegen Aubesetzer in Hainburg »
19. Dezember 1984
Die Besetzung der Hainburger Au im Dezember 1984 war sowohl umwelt- als auch demokratiepolitisch bedeutsam.
Erstmals trat ziviler Ungehorsam erfolgreich und öffentlichkeitswirksam in Erscheinung.
Am 8. Dezember 1984 organisierte die ÖH einen Sternmarsch gegen ein in der Au geplantes Wasserkraftwerk, an dem ca.
8.000 Menschen teilnahmen. Mehrere hundert Personen blieben in der Au und erzwangen die Einstellung der Rodungsarbeiten.
Nachdem die Au zum Sperrgebiet erklärt worden war, kam es am Mittwoch, den 19. Dezember 1984 zu einem umstrittenen
Polizeieinsatz, bei dem unter Schlagstockeinsatz eine Fläche von der Größe von zwei Fußballfeldern mit Absperrungen
eingefasst und unter Polizeibewachung gerodet wurde. Bei den Zusammenstößen zwischen 800 Gendarmerie- bzw. Polizeibeamten
und etwa 3.000 AubesetzerInnen wurden auf Seiten der UmweltschützerInnen nach offiziellen Angaben 19 Personen, darunter
Angehörige eines italienischen Fernsehteams, verletzt. Am Abend desselben Tages demonstrierten in Wien rund 40.000
Menschen gegen das Vorgehen der Regierung und gegen den Kraftwerksbau.
Am 21. Dezember 1984 verhängte die Bundesregierung einen Rodungsstopp. Am 22. Dezember verkündetete Bundeskanzler Fred
Sinowatz unter dem Druck der öffentlichen Meinung und einiger einflussreicher Medien (insbesondere der Kronen Zeitung)
einen Weihnachtsfrieden. Tausende Menschen verbrachten die folgenden Feiertage in der Au.
Zeitungen:
18.12.1984: Die Kronen Zeitung, S. 1-3, 6-11;
19.12.1984: Die Presse, S. 1,4;
19.12.1984: Die Kronen Zeitung (2 versch. Ausgaben), jeweils S. 1-3, 8-10;
20.12.1984: Kurier, 1. Ausgabe, S. 1-3, 16,17;
20.12.1984: Die Presse, S. 1;
20.12.1984: Die Kronen Zeitung (Abendausgabe), S. 1-3, 6-11, 20;
24.12.1984: Die Kronen Zeitung (unvollständig), S. 1,3,6-8,12,13;
25.12.1984: Die Kronen Zeitung (unvollständig), S. 1,7.
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2004: Tsunamikatastrophe im Indischen Ozean »
26. Dezember 2004 Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004, einem Sonntag, wurde durch ein Seebeben der
Stärke 9.3, das sich um 07:58 Uhr Ortszeit im Indischen Ozean vor der Insel Sumatra ereignet hatte, eine der
schlimmsten Tsunamikatastrophen der Geschichte ausgelöst. Mindestens 231.000 Menschen in acht asiatischen und
afrikanischen Ländern wurden getötet, davon allein in Indonesien rund 165.000. Auch 74 österreichische
StaatsbürgerInnen waren unter den Todesopfern. Über 110.000 Menschen wurden verletzt, über 1,7 Millionen
KüstenbewohnerInnen rund um den Indischen Ozean wurden obdachlos.
Zeitungen:
Die Presse vom 28.12.2004, S. 1-6;
Die Presse vom 29.12.2004, S. 1-5;
Wiener Zeitung vom 31.12.2004, S. 1-5, Jahresrückblick S. 1,24;
Kronen Zeitung vom 03.01.2005, S. 1,4,8-13;
Kronen Zeitung vom 05.01.2005, S. 1-4, 9-13.
* nicht verfügbar
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